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Familie Gäck

Florian Gäck übernahm im Januar 2015 den Hof von seinem Onkel, der bereits 1994 auf ökologische Landwirtschaft umgestellt hatte. Auch wenn er den Betrieb erst seit kurzem alleine führt, war klar, dass eine Rückumstellung zum konventionellen Anbau nie zur Debatte steht.

Viel positive Resonanz

Gäck erhielt auch aus seinem Bekanntenkreis positiven Zuspruch für die ökologische Ausrichtung. Selten hat er es mit einer kritischen Stimme zu tun, deren falsche Behauptungen er dann aber sofort entkräften kann. Den Umstieg seines Onkels aus wirtschaftlichen und ideologischen Gründen, sehen er und sein Umfeld bis heute als gute und wichtige Entscheidung.

28 Hektar Familienbesitz

Neben 78 Mastplätzen für Schweine, baut Familie Gäck vor allem Getreide und Streuobst an. Dazugekommen ist der Betriebszweig des Quittenanbaus, auf den die Familie sehr stolz ist. Daher hofft Gäck auch, dass sich der ökologische Landbau gut weiterentwickelt. So sieht er sich selbst in der Informationspflicht und veranstaltet regelmäßig Infotage für Mitbürger, bei denen man sich über den ökologischen Landbau informieren kann.

Florian Gäck ist einer von ca. 600 Landwirten, aus deren Getreide Ihr Pfister Öko-Bauernbrot gebacken wird. Schweine liefert er an die Öko-Metzgerei Landfrau.

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Die Familie Strobl – eine Landwirtsfamilie wie sie im Buche steht.

Karolina und Georg Strobl führen ihren Hof in Paunzhausen zwischen Freising und Pfaffenhofen mittlerweile in dritter Generation. Diese Entscheidung haben die Strobls bis heute nie bereut, was man beim Umgang mit den Tieren und bei jedem Handgriff merkt. Diese Leidenschaft und Freude gibt das Ehepaar Strobl ganz in Familientradition an die drei Kinder weiter. Das Bestehen des Hofes ist also auch in der vierten Generation gesichert.

Dem ökologischen Landbau verpflichtet.

Aus tiefster Überzeugung stellten sie im Jahre 1997 von konventioneller Landwirtschaft auf den ökologischen Landbau um und schlossen sich Naturland an. Besonders die artgerechte und den ökologischen Richtlinien folgende Tierhaltung lag und liegt der Familie am Herzen. Auch der Verzicht auf chemische Spritz- und Düngemittel beim Getreidebau ist eine Selbstverständlichkeit. Die Zusammenarbeit mit Naturland bietet Sicherheit und ist geprägt von Verlässlichkeit und Vertrauen.

Ackerbau und Tierhaltung

Der Hof der Strobls verfügt über ca. 18 Hektar Anbaufläche für Roggen und Weizen. Die komplette Ernte wird an die Hofpfisterei geliefert und schließlich als Mehl in den Öko-Bauernbroten verbacken. Auch viele verschiedene Tiere leben auf dem Hof, aktuell neun Lämmer, 10 Schafe und ein Bock. Dazu haben sie 40 Schweine, die in ihren Ställen das ganze Jahr über freien Auslauf genießen und ausreichend Platz zum Wühlen und Suhlen haben. Für ihre 30 Aubrac-Rinder wurde ein komplett neuer Freiluft-Stall errichtet. Das Futter besteht zum größten Teil aus eigener Ernte. Frische Frühstückseier kommen von den eigenen Hühnern, die von einem stolzen Hahn begleitet werden. Heimliche Chefin ist allerdings Hofhund Jackie, die bei der Wahrnehmung ihrer Pflichten tatkräftig von Nachwuchs-Kater Hugo unterstützt wird.

Die Strobls sind Landwirte, aus deren Getreide Pfister Öko-Bauerbrot gebacken wird. Ihre Tiere liefert die Familie an die Öko-Metzgerei Landfrau.

 

Im Portrait: Stefan Berthold

Im Portrait

Sein Hof „Beim Müller“ liegt im Glonntal zwischen Markt Indersdorf und Petershausen. Die Familie Berthold lebt schon seit langer Zeit in dieser Gegend: Die Familienchronik reicht zurück bis 1436, als erstmals ein Berthold einen Hof im Glonntal bewirtschaftete. Bereits Mitte der 1980er Jahre suchte sein Vater, Josef Berthold, einen Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit Boden und Tieren in der Landwirtschaft. Durch die Bekanntschaft mit Naturland-Mitbegründer Richard Storhas kamen die Bertholds zu der Überzeugung, dass die ökologische Wirtschaftsweise auf ihrem Betrieb funktionieren würde. 1995 stellten sie auf ökologischen Landbau um. Seit 1997 ist der Hof als Naturland-Betrieb anerkannt. Der Betrieb bewirtschaftet rund 55 ha Acker- und Grünland.

Seit 2004 wird im Betrieb Berthold Öko-Schweinemast betrieben, denn einerseits ist ein Bauernhof erst mit Tieren richtig komplett und andererseits lassen sich die Wirtschaftskreisläufe mit Tieren viel leichter schließen. Sie fressen zum Beispiel Feldfrüchte, wie Kleegras und Ackerbohnen, die zur Bodenverbesserung gepflanzt werden. Ihr Mist und die Gülle lassen sich wiederum als hervorragender Dünger ausbringen. So wird der Abfluss an Nährstoffen gering gehalten.

Als Öko-Bauer achtet er auf eine tiergerechte Haltung und die umweltfreundliche Bewirtschaftung der Ackerflächen. Auf insgesamt 150 Mastplätzen bringt er jährlich rund 300 Schweine zur Schlachtreife. Neben der Schweinemast baut er Kartoffeln, Leguminosen und Getreide an.

Wie alle Öko-Bauern bewirtschaftet Stefan Berthold seine Flächen in Fruchtfolge. Er beginnt stets mit Leguminosen wie Ackerbohnen, Erbsen sowie Kleegras. Diese Pflanzen verdrängen das Unkraut, lockern den Boden und binden Stickstoff aus der Luft, der als Dünger wirkt. Auf diese erste Frucht, die ein bis zwei Jahre stehen bleibt, folgt Getreide, das auf dem nährstoffangereicherten Boden gut gedeiht. Daran schließen sich Hackfrüchte wie Körnermais, Sonnenblumen sowie Erbsen oder Ackerbohnen an.

Weil der größte Teil der Bodenfrüchte an die Schweine verfüttert wird, kann er sie fast ausschließlich selbst versorgen, ohne Futter zukaufen zu müssen. Nur Eiweißkomponenten und Mineralfutter kommen ergänzend dazu. So besteht die Kost der Schweine in erster Linie aus Getreide, Ackerbohnen und Körnermais sowie aus sehr eiweißreichen Sonnenblumenpresskuchen.

Auch die Einstreu für die Tiere wird auf dem Betrieb selbst erzeugt. Ein großer, geräumiger Stall bietet den Schweinen das ganze Jahr über Auslauf ins Freie und viel Platz zum Wühlen.

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