Bayerischer Nutztierwohl-Preis für Naturland Milchviehbetrieb Grubmüller

Der Bayerische Tierwohl-Preis für landwirtschaftliche Nutztierhalter geht in diesem Jahr unter anderem an den Naturland Betrieb Grubmüller aus Schöllnach im Landkreis Deggendorf. Der Öko-Hof wurde für die Ausführung seines neu erstellten Kompostierungsstalles für Milchkühe ausgezeichnet. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber verlieh den Preis im Staatsministerium in München.

Erst 2016 haben Grubmüllers ihren Milchviehbetrieb auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt, seit dem vergangenen Jahr wird die Milch als Bio-Milch vermarktet. Einhergehend mit der Umstellung hat sich Betriebsleiter Alois Grubmüller viele Gedanken über den Stallneubau gemacht und sich auf verschiedenen Höfen informiert, welche Möglichkeiten es gibt. Letztendlich haben sich Grubmüllers für eine noch relativ selten verwendete Stallbaulösung entschieden: den Kompostierungsstall. Dabei handelt es sich um einen Laufstall mit einem großzügigen Aktivitäts- und Liegeflächenbereich, der bei den Grubmüllers mit Hackschnitzeln aus eigener Herstellung eingestreut wird. Die tiefgründige Einstreu bietet den Milchkühen eine bequeme Liegefläche zum Ausruhen und fördert durch die Struktur der Einstreu gleichzeitig den Abrieb der Klauen, so dass kaum noch Klauenpflege betrieben werden muss. Zusätzlich lässt sich die Einstreu als Dünger hervorragend auf dem Acker ausbringen, wo sie den Humusaufbau des Bodens fördert. „In meinen Augen gibt es keinen besseren Stall“, schwärmt Alois Grubmüller so auch von seinem Stallkonzept im Portraitvideo, das die Gewinnerbetriebe vorstellt. „Diese Sonderbauweise ermöglicht ein besonders großzügiges Platzangebot mit trockener und weicher Liegefläche im Stall“, lobte Ministerin Kaniber die Preisträger in ihrer Laudatio. Jurymitglied Professor Klaus Reiter von der Landesanstalt für Landwirtschaft hob insbesondere die trittsichere Oberflächengestaltung im Liegebereich hervor, die keine Einzeltierabtrennungen habe und somit das System den Tieren völlig freie Platzwahl böte sowie das Ausleben der natürlichen Verhaltensweisen fördere.

Der „Bayerische Nutztierwohl-Preis“ wurde 2019 zum sechsten Mal verliehen. Prämiert werden technische, bzw. bauliche Lösungen oder Managementmaßnahmen zur Verbesserung des Wohlbefindens von Rindern, Schweinen, Pferden oder Geflügel in bayerischen Ställen, die konventionell oder ökologisch bewirtschaftet werden. Sie sollen nachhaltig, praxisgerecht und auf andere landwirtschaftliche Betriebe mit Nutztierhaltung übertragbar sein.

Ich wollt‘, ich wär‘ ein Huhn…

Von wegen…

Die Hochleistungszucht hat dazu geführt, das für die Eierproduktion nur die Legenhennenküken aufgezogen werden, während die männlichen Küken üblicherweise getötet werden, weil sie sich nicht zur Mast eignen. Diese Praxis wird zu Recht von vielen Verbrauchern kritisiert. An Methoden zur Geschlechtsbestimmung im Ei wird gearbeitet, sie sind aber noch nicht praxisreif.

Jörg und Anna Ostermeier vom Hasenberghof bei Adelsried (http://bio-hasenberghof.de) gehen einen anderen Weg: Die „Brüder“ ihrer Legenhennen werden aufgezogen und erst nach 10 Wochen verkauft. Geschlachtet sind sie mit guten 500 Gramm ungefähr so groß wie ein halbes Hähnchen. Tiefgefroren können sie über die Landfrau bezogen werden.

Hirschfleisch ab Oktober wieder lieferbar.

Ab dem 11. Oktober 2019 gibt es wieder Hirschfleisch vom Bioland-Betrieb Kreilhof. Der Familienbetrieb mit Schwerpunkt Wildhaltung liegt malerisch im oberbayerischen Alpenvorland. Auf insgesamt 25 ha Gehegefläche leben drei Rotwildrudel. Die Tiere ernähren sich von April bis Oktober ausschließlich von der Weide. In den Wintermonaten wird Heu und Grassilage gefüttert, wobei Kastanien, Eicheln, Fallobst und Schnittholz den Speisezettel bereichern.

Ausbildung zum/zur Metzger/in bei der LANDFRAU.

Im Verlauf der 3-jährigen Ausbildung arbeiten Sie in der Zerlegung, in der Produktion und in der Verpackung. Dabei erlernen Sie neben Zerlegung und Zuschnitt von Fleisch die Herstellung von Brühwurst, Kochwurst, Salami und Schinken, sowie den Umgang mit Verpackungsmaschinen. Bei der Landfrau finden Sie traditionelles Handwerk, moderne Produktions- und Verpackungstechnik und nette Kollegen.

Voraussetzungen

  • Lust an einer handwerklichen Tätigkeit
  • Körperliche Fitness
  • Bezug zu gesunden und schmackhaften Lebensmitteln
  • Teamfähigkeit
  • Qualifizierender Hauptschulabschluss

Ausbildungsort

Landfrau, Untere Au 2
82275 Emmering

Berufsschule

Sie besuchen 1 x pro Woche die Berufsschule für das Metzgerhandwerk.
Allgemeine Infos zur Ausbildung

Ansprechpartner

Frau Hintermayr-Würfl freut sich auf Ihre schriftliche Bewerbung
Bewerbungen senden Sie bitte  an:
Ludwig Stocker Hofpfisterei GmbH
z. Hd. Frau Ulrike Hintermayr-Würfl
Kreittmayrstr. 5
80335 München

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