Naturland Tierwohl

Für Nutztiere hat Naturland artspezifische Richtlinien, die zum Teil weit über EU-Bio hinausgehen. Um die Einhaltung zu kontrollieren und Missstände früh zu erkennen, beschäftigt der Öko-Verband drei Expertinnen aus Agrarwissenschaft und Tiermedizin. Sie werten die Ergebnisse der jährlichen Tierwohlkontrollen aus und entwickeln die Checklisten mit der AG Tierwohl, zu der auch Bioland, Biokreis und Gäa gehören, weiter. Regelmäßig machen sich die Expertinnen auch vor Ort ein Bild und unterstützen die Naturland Fachberatung bei der Einschätzung großer Tierhaltungsbetriebe, die einen Vertrag mit Naturland abschließen möchten. Als einziger Öko-Verband achtet Naturland auch bei Transport und Schlachtung auf die Einhaltung der eigenen Tierschutz-Vorgaben. Gleichzeitig kümmert sich Naturland um die Schulung der externen Kontrolleure, engagiert sich bei Forschungsprojekten wie AWARE und arbeitet in einzelnen Bereichen mit der Tierschutzorganisation ProVieh zusammen.

Bundespreis Ökologischer Landbau 2020 für Naturland Betrieb

Der Naturland Betrieb Schloss Gut Obbach in Euerbach-Obbach bei Schweinfurt ist Gewinner des diesjährigen Bundespreises Ökologischer Landbau. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner überreichte dem Betriebsleiterpaar Petra Sandjohann und Bernhard Schreyer die Auszeichnung auf der Grünen Woche in Berlin. Insgesamt wurden drei Preise vergeben; Schlossgut Obbach gewann in der Kategorie „Erzeugung und Verarbeitung sowie Vermarktung“.

Naturland Präsidiums-Mitglied Peter Warlich gratulierte dem Betriebsleiterpaar auf der Veranstaltung und stellte anerkennend fest: „Petra Sandjohann und Bernhard Schreyer zeigen auf beeindruckende Weise, dass die Vermarktung hofeigener Produkte innerhalb einer regionalen Wertschöpfungskette ein großer Erfolg werden kann.“ Die Konsequenz und Professionalität, mit der das Betriebsleiterpaar die Vermarktung ihrer Produkte in der Region vorantreibt, überzeugte die Jury von seiner Preiswürdigkeit. Bei allen Wertschöpfungsketten, die sich im Laufe der Jahre aufgebaut haben, sind Bernhard Schreyer und Petra Sandjohann aktiv auf die Lebensmittel verarbeitenden Handwerksbetriebe im Umland zugegangen, um neue hofeigene authentische Öko-Lebensmittel unter ihrem eigenen Logo zu entwickeln.

„Der Bundespreis ist für uns Anerkennung und Motivation in Einem. Wir werden uns weiterhin für die erfolgreiche Vermarktung hochwertiger Öko-Produkte in der Region bemühen,“ sagte Naturland Bäuerin Petra Sandjohann anlässlich der Siegerehrung in Berlin. Dabei steht laut Sandjohann ein fairer und partnerschaftlicher Umgang mit Lieferanten, Verarbeitern und Kunde im Fokus des Öko-Betriebs.

Der Naturland Betrieb Schloss Gut Obbach im unterfränkischen Euerbach ist im Besitz der Familie Schäfer. Er wird seit 1998 vom Ehepaar Bernhard Schreyer und Petra Sandjohann verwaltet, die den Betrieb auch direkt auf die ökologische Wirtschaftsweise nach Naturland Richtlinien umstellten. Seit 2007 ist das Gut zudem Mitglied im bundesweiten Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau und seit 2017 im BioRegio Betriebsnetz Bayern aktiv. Auf 272 Hektar Ackerflächen werden neben verschiedenen Getreidearten und Kleegras vor allem Sonnenblumen, Linsen, Erbsen und Kartoffeln angebaut. Zudem gibt es eine drei Hektar große Obstanlage mit über 80 Apfelsorten, Birnen, Aprikosen und weiteren Obstsorten. Als Dienstleister bietet das Gut anderen Öko-Betrieben die Aufbereitung und Lagerung von Saatgut, Leguminosen, Konsumgetreide sowie Schälsonnenblumen in ihrer hochmodernen Trocknungs- und Reinigungsanlage an.

Dem Betriebsleiterehepaar war und ist es wichtig, die hofeigenen Erzeugnisse nicht anonym zu verkaufen, sondern aktiv nach Wegen zu suchen, die Lebensmittel im Betriebsumfeld zu vermarkten. Dabei wird stets auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe Wert gelegt. In vielen Gesprächen konnten z. B. lokale Brauer, Müller, Bäcker, Imker und Obstverarbeiter langfristig für die Verarbeitung und die gemeinsame Vermarktung ihrer Erzeugnisse gewonnen werden. Weitere Partner und Abnehmer sind regionale Lebensmittel-Einzelhändler, Naturkostläden, Gastronomen und Kindergärten. Alle Hof-Produkte werden mit dem Logo des Schloss Gut Obbach vermarktet, das die Kunden seit langem mit hochwertigen, regional erzeugten Öko-Lebensmitteln verbinden.

Mit dem Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau zeichnet das Bundesminiserium für Ernährung und Landwirtschaft seit 2001 jeweils drei praxisbewährte innovative Leistungen oder besonders nachhaltige gesamtbetriebliche Konzeptionen im ökologischen Landbau aus. Der Bundeswettbewerb wird organisiert und ausgerichtet von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

 

 

Bayerischer Nutztierwohl-Preis für Naturland Milchviehbetrieb Grubmüller

Der Bayerische Tierwohl-Preis für landwirtschaftliche Nutztierhalter geht in diesem Jahr unter anderem an den Naturland Betrieb Grubmüller aus Schöllnach im Landkreis Deggendorf. Der Öko-Hof wurde für die Ausführung seines neu erstellten Kompostierungsstalles für Milchkühe ausgezeichnet. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber verlieh den Preis im Staatsministerium in München.

Erst 2016 haben Grubmüllers ihren Milchviehbetrieb auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt, seit dem vergangenen Jahr wird die Milch als Bio-Milch vermarktet. Einhergehend mit der Umstellung hat sich Betriebsleiter Alois Grubmüller viele Gedanken über den Stallneubau gemacht und sich auf verschiedenen Höfen informiert, welche Möglichkeiten es gibt. Letztendlich haben sich Grubmüllers für eine noch relativ selten verwendete Stallbaulösung entschieden: den Kompostierungsstall. Dabei handelt es sich um einen Laufstall mit einem großzügigen Aktivitäts- und Liegeflächenbereich, der bei den Grubmüllers mit Hackschnitzeln aus eigener Herstellung eingestreut wird. Die tiefgründige Einstreu bietet den Milchkühen eine bequeme Liegefläche zum Ausruhen und fördert durch die Struktur der Einstreu gleichzeitig den Abrieb der Klauen, so dass kaum noch Klauenpflege betrieben werden muss. Zusätzlich lässt sich die Einstreu als Dünger hervorragend auf dem Acker ausbringen, wo sie den Humusaufbau des Bodens fördert. „In meinen Augen gibt es keinen besseren Stall“, schwärmt Alois Grubmüller so auch von seinem Stallkonzept im Portraitvideo, das die Gewinnerbetriebe vorstellt. „Diese Sonderbauweise ermöglicht ein besonders großzügiges Platzangebot mit trockener und weicher Liegefläche im Stall“, lobte Ministerin Kaniber die Preisträger in ihrer Laudatio. Jurymitglied Professor Klaus Reiter von der Landesanstalt für Landwirtschaft hob insbesondere die trittsichere Oberflächengestaltung im Liegebereich hervor, die keine Einzeltierabtrennungen habe und somit das System den Tieren völlig freie Platzwahl böte sowie das Ausleben der natürlichen Verhaltensweisen fördere.

Der „Bayerische Nutztierwohl-Preis“ wurde 2019 zum sechsten Mal verliehen. Prämiert werden technische, bzw. bauliche Lösungen oder Managementmaßnahmen zur Verbesserung des Wohlbefindens von Rindern, Schweinen, Pferden oder Geflügel in bayerischen Ställen, die konventionell oder ökologisch bewirtschaftet werden. Sie sollen nachhaltig, praxisgerecht und auf andere landwirtschaftliche Betriebe mit Nutztierhaltung übertragbar sein.

Ich wollt‘, ich wär‘ ein Huhn…

Von wegen…

Die Hochleistungszucht hat dazu geführt, das für die Eierproduktion nur die Legenhennenküken aufgezogen werden, während die männlichen Küken üblicherweise getötet werden, weil sie sich nicht zur Mast eignen. Diese Praxis wird zu Recht von vielen Verbrauchern kritisiert. An Methoden zur Geschlechtsbestimmung im Ei wird gearbeitet, sie sind aber noch nicht praxisreif.

Jörg und Anna Ostermeier vom Hasenberghof bei Adelsried (http://bio-hasenberghof.de) gehen einen anderen Weg: Die „Brüder“ ihrer Legenhennen werden aufgezogen und erst nach 10 Wochen verkauft. Geschlachtet sind sie mit guten 500 Gramm ungefähr so groß wie ein halbes Hähnchen. Tiefgefroren können sie über die Landfrau bezogen werden.

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Wir spenden für Ärzte ohne Grenzen

Ärzte ohne Grenzen – bedingungslos menschlich

Ärzte ohne Grenzen leistet weltweit medizinische Nothilfe in Krisen- und Kriegsgebieten und nach Naturkatastrophen. Die internationale Organisation hilft schnell, effizient und unbürokratisch – ohne nach Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung der betroffenen Menschen zu fragen.

Die Ärzte und Pflegekräfte, Hebammen und Logistiker von Ärzte ohne Grenzen arbeiten in rund 70 Ländern. Sie behandeln kranke und verwundete Menschen, kümmern sich um mangelernährte Kinder oder sorgen für sauberes Trinkwasser und Latrinen.

Weitere Informationen unter: www.aerzte-ohne-grenzen.de

 

Hirschfleisch ab Oktober wieder lieferbar.

Ab dem 11. Oktober 2019 gibt es wieder Hirschfleisch vom Bioland-Betrieb Kreilhof. Der Familienbetrieb mit Schwerpunkt Wildhaltung liegt malerisch im oberbayerischen Alpenvorland. Auf insgesamt 25 ha Gehegefläche leben drei Rotwildrudel. Die Tiere ernähren sich von April bis Oktober ausschließlich von der Weide. In den Wintermonaten wird Heu und Grassilage gefüttert, wobei Kastanien, Eicheln, Fallobst und Schnittholz den Speisezettel bereichern.

Ausbildung zum/zur Metzger/in bei der LANDFRAU.

Im Verlauf der 3-jährigen Ausbildung arbeiten Sie in der Zerlegung, in der Produktion und in der Verpackung. Dabei erlernen Sie neben Zerlegung und Zuschnitt von Fleisch die Herstellung von Brühwurst, Kochwurst, Salami und Schinken, sowie den Umgang mit Verpackungsmaschinen. Bei der Landfrau finden Sie traditionelles Handwerk, moderne Produktions- und Verpackungstechnik und nette Kollegen.

Voraussetzungen

  • Lust an einer handwerklichen Tätigkeit
  • Körperliche Fitness
  • Bezug zu gesunden und schmackhaften Lebensmitteln
  • Teamfähigkeit
  • Qualifizierender Hauptschulabschluss

Ausbildungsort

Landfrau, Untere Au 2
82275 Emmering

Berufsschule

Sie besuchen 1 x pro Woche die Berufsschule für das Metzgerhandwerk.
Allgemeine Infos zur Ausbildung

Ansprechpartner

Frau Hintermayr-Würfl freut sich auf Ihre schriftliche Bewerbung
Bewerbungen senden Sie bitte  an:
Ludwig Stocker Hofpfisterei GmbH
z. Hd. Frau Ulrike Hintermayr-Würfl
Kreittmayrstr. 5
80335 München

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